Total Recall - Die totale Erinnerung
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| Originaltitel | Total Recall |
|---|---|
| Erscheinungsjahr | 1990 |
| Produktionsland | USA |
| Genres | Thriller, Science-Fiction, Action |
| Regie | |
| Autoren | |
| Darsteller | Sharon Stone, Rachel Ticotin, Arnold Schwarzenegger, Ronny Cox, Michael Ironside, Marshall Bell, Mel Johnson Jr., Michael Champion, Roy Brocksmith |
Wo sind die Grenzen zwischen der Realität und der Traumwelt? Einige unserer Mitmenschen können dies schwer unterscheiden, in diesem Film ist aber eine Trennung der beiden Welten gar nicht möglich, das verspricht zumindest die Firma Recall Inc., eine Reiseagentur für Traumtrips. Paul Verhoeven (Robocop, Basic Instinct) entführt uns in eine Welt, die auf jeden Fall für uns eine Scheinwelt ist: die Welt auf der Leinwand (oder auf dem Bildschirm), die auf jeden Fall unecht ist.
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Kritiken zum Film Total Recall - Die totale Erinnerung
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Zeige alle 30 Kommentare"Total Recall - Die totale Erinnerung" - Kritik / Kommentar zum Film
Geschrieben vor 17 Tagen
Ich bin ein wenig faul, deswegen mache ich es mir ausnahmsweise mal leicht:
+ Story-Vorlage: Geschichten des größten Meisters der Science-Fiction-Literatur Philip K. Dick sind auf jeden Fall schonmal ein Garant für interessante Grundideen (auch wenn die Kurzgeschichten in 99% der Fälle wesentlich besser als ihre Verfilmungen sind). Ich kann jedem SciFi-Fan die Kurzgeschichtensammlung "Der unmögliche Planet" aus dem Heyne-Verlag wärmstens ans Herz legen!
+ Trash-Faktor: Diese Film ist mitunter das trashigste, was ich jemals im Sci-Fi-Genre gesehen habe! Herrlich bescheuerte Figuren, herrliche bescheuerte Dialoge und herrliche trashige Effekte!
+ Ironie: Außerdem nimmt sich "Total Recall" zu sogut wie keinem Zeitpunkt wirklich ernst. Man kann eigentlich über jede Szene lachen und das gute dabei ist: Man hat das Gefühl, dass dies von den Machern auch so gewollt ist. Von unfreiwilliger Komik keine Spur! Vor allem Arnie's Riesenmund, wenn er vor sich hinbrüllt, ist es schon wert, sich dieses Werk anzutun!
+ Das Ende: So offen wie und perfekt, wie es nur hätte sein können. Mehr brauch ich dazu wohl nicht zu sagen!
- Schauspieler: So lustig Arnie's Riesenmund auch sein mag, so grauenhaft sind seine und die schauspielerischen Leistungen des restlichen Casts. Auch in einer Komödie könnte man zumindest gute Schauspieler erwarten (Siehe "Das 5. Element"), allerdings sucht man diese hier vergebens.
- Optik u. Kamera: Trash ist ja noch ganz lustig, aber wenn außer der Ausstattung und den Tricks auch noch die Kameraarbeit und die Optik an sich trashig ist, dann ist's meiner Meinung nach zuviel des Guten.
- FSK 16: Leider hatten wir an dem Abend nur die FSK-16-VHS zu Hand und waren zu geizig die 18er aus der Videothek zu leihen. In der 16er sind ja tatsächlich alle guten Szenen rausgeschnitten! Grauenhaft diese Jugendfreien Fassungen!
Fazit: Ein sehr unterhaltsamer, nicht ganz ernst zu nehmender Sci-Fi-Streifen, der aber vor allem an seinen Schauspielern schwächelt!
"Total Recall - Die totale Erinnerung" - Kritik / Kommentar zum Film
Geschrieben vor 1 Monat
Ziemlich satt aufgetragen und entfaltet auch heute noch überraschend viel Wirkung. Aber der Regisseur war und ist ja auch nicht irgendwer.
"Total Recall - Die totale Erinnerung" - Kritik / Kommentar zum Film
Geschrieben vor 1 Monat
So ganz kann ich den Hype um diesen Film nicht begreifen. Verhoeven ist ein Talent darin, seine Filme intelligenter wirken zu lassen, als sie es tatsächlich sind. Oberflächlich betrachtet, ist die Story ja ganz okay, wenn man aber mal darüber nachdenkt, bemerkt man, was für ein riesengroßer Blödsinn das eigentlich ist. Die Schwächen in der Story werden dann mit Blut und Brutalität ausgeglichen. Das sorgt aber wenigstens für ein wenig Unterhaltung. Optisch ist der Film auch bei weitem kein Meisterwerk, sondern bewegt sich eher im B-Movie-Bereich. Arni spielt eigentlich wie immer, der Rest der Besetzung ist nicht der Rede wert. Mehr, als einen mittelmäßigen Sci-Fi-Film, sollte man nicht erwarten.





















"Total Recall - Die totale Erinnerung" - Kritik / Kommentar zum Film
Nachdem ich mich über Jahre aufgrund des Hauptdarstellers "Total Recall" gegenüber gesträubt habe, habe ich mir nun doch endlich mal die Adaption von Philip K. Dicks Kurzgeschichte "We Can Remember It For You Wholesale" angeschaut. Und die ist trotz Schwarzenegger ein wirkliches Vergnügen. Zwar ist es unübersehbar, dass der Film den Achtzigern entsprungen ist - Verfolgungen und Schießereien, alle paar Minuten im Wechsel wie beim "A-Team" - doch das verleiht dem Ganzen irgendwo noch den gewissen Charme.
Zudem ist erfrischend zu sehen wie viel Gegenwartskunst Dick doch tatsächlich inspiriert hat. Sei es die Pille zum Aufwachen bei "Matrix", die Grundidee von "Abre los ojos" beziehungsweise "Vanilla Sky" oder sogar der Schlüsselsatz "Abre los ojos" beziehungsweise "Open your eyes" selbst, der von "Open your mind" inspiriert scheint: Dick ist allgegenwärtig!
Eine Neuverfilmung des Stoffs wäre mal was Schönes!
"Total Recall - Die totale Erinnerung" - Kritik / Kommentar zum Film
Der Zahn der Zeit nagt beträchtlich an Paul Verhoevens bis dato teuerstem Film-Projekt. Die Story kommt zwar nicht so grenzdebil wie eine "Rambo"-Fortsetzung daher, aber die recht grelle Kamera-Arbeit des Deutschen Jost Vacano verleiht dem Film einen nicht unbeträchtlichen B-Movie-Touch, und spätestens auf dem Mars, wenn die Make-Up-Crew ihre Mutanten loslässt, hat man zuweilen den Eindruck, die Deluxe-Ausgabe eines TROMA-Films vor sich zu haben. Der Umstand schmälert aber natürlich nicht die Güte der hochwertigen Old-School-Tricks! Insbesondere Rob Bottins Puppenarbeiten sind sichtlich aufwendig realisiert und auch heute noch recht ansehnlich. Carpenters "The Thing" wird diesbezüglich nicht getoppt, dafür war Verhoeven sich der Vergänglichkeit seiner Effekte bewusst und orientierte sich mit seiner Regie auf Aspekte, die bei Genre-Fans immer Bestand haben werden: "Nur die dicksten Blutbeutel, bitteschön!". Was der Niederländer an Lebenssaft durch die Gegend spritzt, gibt der Umschreibung "Roter Planet" eine ganz neue Bedeutung. Einerseits freut sich der Fan härterer Film-Kost über diesen virtuos umgesetzten Splatter-Einschlag in einem Big-Budget-Movie, oftmals überkommt einen auch der Eindruck, dass damit eine gewisse inszenatorische Einfallslosigkeit kaschiert werden soll - die Action bleibt filmisch im Grunde so wenig mitreissend wie in einem Tim Burton-Film.
Trotzdem macht TR auch heute noch einen Heidenspaß und den hört man auch in den Audio-Kommentaren. Verhoeven und Schwarzenegger plappern zusammen und während der Regisseur noch Infos vermitteln kann, ergötzt sich Arnie freudig an den Brutalitäten. Der Kamera-Mann Vacano bekommt seine eigene informativere Tonspur spendiert...